Golf vs Billard – zwei Welten? 9. Oktober 2015 – Posted in: Golftraining Berlin – Tags: , , ,

Durch einige kleine Zufälle, kam ich letztes Jahr tatsächlich dazu, mir ein Pool Billard Queue zu kaufen. Ich muss gestehen, dass ich es mir hätte nicht vorstellen können, jemals ein eigenes Queue zu besitzen. Doch drei oder vier kurz hintereinander auftretende Abende mit Freunden in einer Billardkneipe, trieben mich dazu, das etwas professioneller gestalten zu wollen. Im Pool-Billard Laden angekommen, waren wir überrascht, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, sich auszustatten. Hier der erste Vergleich zum Golf. Wir fühlten uns wie Schnuppergolfer im Golfshop „Golf Berlin Mitte“. Verschiedene Gewichtungen in den Queues, unterschiedliche Längen und Leder. Das kommt ebenso daher wie Schäfte, Eisenauswahl, Hybriden, Driver und Co.

Wir entschieden uns, nach einer Stunde professioneller Beratung und dem Ausprobieren, für zwei Einsteigerqueues für etwa 70,- bis 90,-€. Der Verkäufer gab uns schlussendlich noch zwei Gutscheine für einen neuen Billardsalon in Berlin mit, welche wir gleich am nächsten Tag einlösten. Dieser neue Billardsalon bot in dieser Zeit eine Mitgliedschaft für 25,-€ / Monat an und ich schlug sofort zu. Unbegrenzt Billard für 25,-€ im Monat war für den anstehenden Winter genau das Richtige.

Die Besitzer des Ladens sind selbst sehr gute Spieler und einer der beiden sogar Trainer. Er gab mir anfangs viele Tipps und gute Hinweise zu meinem Spiel, sodass ich schnell in die richtige Spur kam und schon mal vier oder fünf Kugeln in Folge, mit richtiger Stellung für die Nächste, einschießen konnte. Das Billardtraining ist dem Golftraining sehr ähnlich. Wenn man auf der Driving Range steht und Bälle ohne Ziel auf die Driving Range schlägt, dann ist das in etwa so, als würde ich auf dem Billardtisch Kugeln von der einen auf die andere Seite stoßen ohne das Ziel, den Objektball in einer Tasche zu versenken. Ganz schön albern, oder?

Eine gute Standposition ist ebenfalls bei beiden Sportarten unabdingbar. Beide Füße sollen kurz vor dem Schlag / Stoß fest auf dem Boden stehen. Der Körper gut im Gleichgewicht und bereit für die anstehende Aufgabe. Balance ist hier auf jeden Fall groß zu schreiben. Wie soll es möglich sein, den Golfball wiederholbar in der Mitte zu treffen, wenn sich der Körperschwerpunkt bei dem einen Schwung nach vorne, beim Nächsten nach hinten verlagert? Diese Abweichung reicht oft aus, dass der Ball das Grün nicht erreicht oder noch schlimmer, im Wasser landet. Genauso wird die weiße Spielkugel anders reagieren, trifft man sie nicht dort, wo es angedacht war. Die Fortsetzung ist durch die schlechte Stellung verbaut, der Gegner räumt den Tisch ab und gewinnt.

Der Treffmoment ist bei beiden Sportarten der ausschlaggebende Teil für das, was mit den Spielgeräten passiert. Alles im Körper muss sich auf diesen Treffmoment konzentrieren. Er entscheidet über Wasser, Bunker, Aus oder Grün sowie über eingelocht mit Stellung auf die nächste Kugel oder einen freien Tisch für den Gegner. Nun kann man bei beiden Sportarten durch den jeweils ruhenden Ball auch sehr gut Ereignisse vorwegnehmen und sich vorstellen, was bei optimaler Ausführung passieren wird. Alle guten Spieler visualisieren den nächsten Stoß bzw. Schlag. Sie sehen, wie die weiße Kugel mit ein wenig Linkseffet auf den Objektball trifft, dieser in die Tasche fällt und die Weiße danach die Bande genau im richtigen Winkel und mit der perfekten Geschwindigkeit trifft, um in Stellung auf den nächsten Objektball liegen zu bleiben. Genauso sehen die Golfspieler den Ball durch die Luft fliegen. Durch den Wind entsteht eine kleine Linkskurve und der Ball landet zwei Meter und ein bisschen rechts vor der Fahne, springt einmal und läuft dann ins Loch. Beides Mal wird also das Ziel vorweggenommen und nicht der Weg dorthin. Der Weg zum Ziel führt über eine saubere und optimale Ausführung der Bewegung.

Dazu beim nächsten Mal mehr! – DIREKT ZU TEIL II