Golf vs Billard – Teil II 14. Oktober 2015 – Posted in: Golftraining Berlin

Ich war beim letzten Mal stehengeblieben, als es um die Vorwegnahme von Ergebnissen sowie die Bewegungsausführung ging.

Das tolle und auch „einfache“ beim Golf sowie beim Billard, ist der ruhende Ball, bzw. die ruhenden Bälle. In beiden Sportarten müssen wir also nicht auf Bewegungen reagieren, welche ein starker Gegner verursacht. Einzig und allein der Spieler ist für das verantwortlich, was auf dem Platz oder dem Tisch passiert. Optimalerweise weiß auch jeder Spieler was als nächstes passiert und stellt sich vor der Ausführung der Bewegung dieses positive Ergebnis vor. Die meisten Topspieler müssen sich gar nicht mehr, oder nur noch ganz wenig, auf ihre Bewegungsausführung konzentrieren. Das passiert automatisch und unbewusst. Die Spieler sind also in der unbewussten Kompetenz angekommen. Das ist für die meisten Menschen wie das Autofahren zur Arbeit.

Wie kann man denn nun gut visualisieren? Viele Spieler sehen sich in der Lage alle, und seien es noch so schwierige, Schläge auszuführen und erfolgreich damit zu sein. Dies ist durchaus möglich, jedoch schaffen es eben nur wenige Spieler die richtigen Schläge/Stöße zum richtigen Zeitpunkt auszupacken. Fangen wir beim Billard an. Ich behaupte, dass jeder Spieler alle Kugeln versenken kann. Manch einer bräuchte vielleicht 50 Versuche, aber am Ende würde er es schaffen diesen wahnsinnig schweren Stoß zu versenken. Beim Golf ist das ein wenig limitierter. Ich glaube nicht, dass alle Golfspieler einen 258m Schlag auf das Grün schlagen können. Aber gehen wir mal von erreichbaren 100m aus. Viele Spieler schaffen es bei diesem Schlag schon sehr regelmäßig auf das Grün. Die Profis sind aber im Durchschnitt deutlich näher an der Fahne. Mit ein Grund dafür, ist die positive Visualisierung.

Die Frage ist: wie machen wir das? Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu visualisieren. Fast alle Menschen schauen mit den Augen nach oben, wenn sie sich Bilder vorstellen. Ganz individuell ist jedoch die seitliche Ausprägung dazu. Manche Menschen können Bilder, die sie schon einmal gesehen haben links oben am Besten sehen. Diese Menschen konstruieren dann mit den Augen rechts oben. Konstruieren bedeutet in dem Fall, dass sie diese Situation bzw. diesen Schlag/Stoß bisher noch nie hatten, ihn aber durch ihre Erfahrung und Vorstellungskraft vor dem geistigen Auge konstruieren können. Probieren Sie am Besten selbst aus, auf welcher Seite Sie konstruieren und wo Sie Sich besser erinnern. Dazu können Sie Sich das berühmte Beispiel des rosa roten Elefanten vornehmen. Stellen Sie Sich diesen rosa farbenen Elefanten auf einem gelb bespannten Billardtisch mit einem Golfschläger am Rüssel vor. Versuchen Sie als Gegenprobe Sich an Dinge aus Ihrer Kindheit zu erinnern. Das erste Fahrrad, der erste Urlaub oder die Farbe der Kacheln im Bad. Wenn Sie herausgefunden haben, wie Sie visualisieren, können Sie es auch am Tisch oder auf dem Platz steuern. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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